Dienstag, 26.06.2018
Die beiden konstantesten Mannschaften rittern um Titel
Kärntner Vizemeister trifft im Finale auf Wien

Halbfinal-Krimi zwischen dem BG/BRG/SRG Klagenfurt-Lerchenfeld und dem BRG Steyr
NSMS 10 Wendstattgasse stellt die Weichen bereits in der Anfangsphase per Doppelschlag

Die 43. Sparkasse-Schülerliga Bundesmeisterschaft ging heute am Sportplatz des FC Faakersee in seine spannende Phase und so konzentrierte sich alles am heutigen Dienstag auf die beiden Halbfinalspiele zwischen Kärnten und Oberösterreich sowie Wien und Steiermark.

Steyr mit der Führung, Klagenfurt-Lerchenfeld drückt auf den Ausgleich

Von Start weg entwickelte sich eine sehr offen geführte Partie, in der beide Mannschaften den direkten Weg zum Tor suchten. Mit dem besseren Ausgang für die Oberösterreicher, die in der 11. Minute einen Ballverlust der Kärntner gekonnt zu Ende spielten: nach einem Pass in die Tiefe war es Manuel Ramskogler, der sich diese Möglichkeit nicht entgehen ließ und zur 1:0-Führung für das BRG Steyr einschoss. Gleichzeitig war das aber auch der Weckruf für den Vizemeister aus Kärnten! Denn mit Fortdauer der Begegnung wurde der Lokalmatador stärker und erarbeitete sich gute Chancen zum Ausgleich. Die hochkarätigen Möglichkeiten – u.a. von Matthias Dollinger (27., 31.) sowie einem Distanzschuss von Daniel Genser (35.+1.) – konnten jedoch nicht genutzt werden, sodass das BG/BRG/SRG Klagenfurt-Lerchenfeld mit einem Rückstand in die Pause ging.

Jürgen Rogl, Betreuer BRG Steyr: "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die auch heute wieder am Limit gespielt hat. Dahingehend kann ich meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Im Elfmeterschießen waren die Kärntner einfach um den Tick cooler und sind verdient im Finale."

Kärnten dreht das Spiel, Oberösterreich mit dem Last-Minute-Ausgleich

Mit dem Seitenwechsel bauten die Kärntner weiter Druck auf, doch die erste gute Möglichkeit fanden die Oberösterreicher vor: der Abschluss von Ramskogler (37.) knapp vor der Strafraumgrenze fiel aber zu zentral aus. Nur wenige Minuten später machte es Genser (40.) besser und hielt aus der Distanz voll drauf, sodass der Tormann zwar dran war, aber den verdienten 1:1-Ausgleich nicht mehr verhindern konnte. In der 51. Minute gab es erneut Grund zu jubeln für den Vizemeister. Marco Modritsch verwertete kaltschnäuzig aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung, nachdem zuvor ein Verteidiger ins Leere gesprungen war. Modritsch war es auch, der den Sack vorzeitig zu machen hätte können, die Konter in der Schlussphase aber nicht konsequent fertig spielte. Das gab der Mannschaft von Jürgen Rogl nochmal Hoffnung, die nun viel investierte und volles Risiko ging. Dieser Mut wurde in der letzten Minute der Nachspielzeit schlussendlich auch belohnt. Nach einem zu kurzen Abstoß wurde der Ball sofort in die Spitze auf Ramskogler (70+2.) gespielt, der seinen Bewacher austanzte und locker zum 2:2-Last-Minute-Ausgleich einschob.

Die Entscheidung musste also in der Glückslotterie Elfmeterschießen fallen, wo die Kärntner die besseren Nerven bewiesen und mit einem Endergebnis von 4:3 ins Finale einzogen!

Walter Pressinger, Betreuer BG/BRG/SRB Klagenfurt-Lerchenfeld: "In der ersten Halbzeit sind wir an unserer Chancenauswertung gescheitert. Nach dem Seitenwechsel haben wir aber souverän gespielt, haben das Spiel gedreht und hätten auch vorzeitig alles entscheiden können. So mussten wir am Ende noch etwas zittern, stehen aber durchaus verdient im Finale."

Nach diesem Halbfinal-Krimi blickte man nun gespannt auf die zweite Paarung des Tages, wo die Wiener bereits als Favoriten für ein Weiterkommen gehandelt wurden. Doch auch die Grazer, die sich gestern im letzten Spiel für das Halbfinale qualifiziert hatten, waren gewillt ein Wörtchen mitzureden.

Doppelpack in der Anfangsphase für Wien, Traumtor von Brown Ugo

Kaum eine Minute war in Finkenstein gespielt, musste der Ball auch schon aus dem Tornetz geholt werden. Der erste Angriff der NSMS 10 Wendstattgasse wurde von Martin Mitrovic (1.) erfolgreich abgeschlossen, der per Schuss in die lange Ecke die Führung erzielte. Mitrovic (8.) war es auch, der nach perfekter Vorlage den Doppelpack schnürte und das Team von Rene Glatzer bereits frühzeitig auf die Siegerstraße brachte. Die Grazer taten sich hingegen schwer an der gut stehenden Wiener Abwehr vorbeizukommen. So musste die SMS Graz Bruckner ihr Glück über ruhende Bälle versuchen: Nicky Brown Ugo (11.) legte sich nahe dem Strafraumeck den Ball zurecht, setzte den Freistoß mit einem Schlenzer in den Winkel und verkürzte auf 1:2 – Kategorie Traumtor! Der Treffer verunsicherte etwas das Spiel der Wendstattgasse und die Grazer kamen nun besser in die Partie. Zwingende Chancen konnte man sich aber dennoch nicht erarbeiten.

Walther Eccher, Betreuer SMS Graz Bruckner: "Wir haben leider die ersten Minuten komplett verschlafen, haben aber bis zur Pause zugelegt und waren vor allem nach dem Anschlusstreffer die bessere Mannschaft. Mit der blauen Karte haben wir uns leider selbst frühzeitig in der zweiten Halbzeit geschwächt. Dennoch bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft und wir sind nun frohen Mutes um Platz drei."

Blaue Karte schwächt Grazer früh, Wiener spielen ihre Klasse aus

Nach dem Seitenwechsel wollten die Grazer nochmal alles versuchen, um zumindest gleichzuziehen. Doch eine blaue Karte von Nicky Brown Ugo schwächte das Team von Walther Eccher frühzeitig. Diese Gegebenheit spielte den Wienern natürlich perfekt in die Karten, die in weiterer Folge ihre nummerische Überlegenheit ausnutzten und über spielerische Qualität sich eine Möglichkeit nach der anderen herausspielten. Die Tore von Berkant Cekic (48.) und Oliver Pilarek (55., 65.) sorgten für den 5:1-Endstand und den damit verbundenen Einzug ins Finale.

Rene Glatzer, Betreuer NSMS 10 Wendstattgasse: "Ich denke, dass es in Summe ein verdienter Sieg ist. Wir haben sehr gut angefangen, haben uns aber durch den Anschlusstreffer verunsichern lassen. Die Grazer hatten dann bis zur Pause mehr vom Spiel. Mit dem Seitenwechsel haben wir dann wieder unser ganzes Können ausgespielt."   

Morgen – Mittwoch, 27.06. – werden bei der 43. Sparkasse-Schülerliga Bundesmeisterschaft die Platzierungsspiele ausgetragen. Spielort ist das BSFZ Faaker See. Die Spiele können morgen im Livestream unter www.sparkasse-schuelerliga.at mitverfolgt werden.  

Link: die gesammelten Ergebnisse vom 3. Tag 

Honorarfreie Fotos: hier!